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Tettnang New Palace

Fürstenzimmer im Neuen Schloss Tettnang; Foto: Landesmedienzentrum, Urheber unbekannt
FÜR DIE GÄSTE NUR DAS BESTE

DAS FÜRSTENZIMMER

Das Weiße Zimmer und das Grüne Zimmer sowie das reich ausgestattete Fürstenzimmer mit dem ungewöhnlichen Vagantenkabinett bildeten in der Südecke des Schlosses ein großzügiges Appartement für wichtige Gäste. Die Räume konnten auch einzeln als Gastquartiere verwendet werden.

Vergoldete Ornamente des prachtvollen Ofens.

GLANZ FÜR FÜRSTLICHE GÄSTE

Innerhalb des Gästeappartements nahm das Fürstenzimmer den ersten Rang ein. Das Holz der Türen und die untere Wandverkleidung erstrahlen in leuchtendem Gold mit einer grünen Farbfassung. Vergoldet sind auch der Kronleuchter und die Ornamente des Ofens. Der – nachgewobene – Damast der Wandbespannung nimmt den Goldton auf, wobei ursprünglich im Fürstenzimmer noch ein Himmelbett aus demselben Stoff stand.

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METALLISCH SCHIMMERNDE FARBEN

Der außergewöhnliche Farbeindruck der Türen und des Lambris, der Wandverkleidung, entsteht durch die sogenannte Lüsterung. Sie besteht aus zwei Schichten: Den Untergrund bildet die „Polimentvergoldung“, die von massivem Gold nicht zu unterscheiden ist, obwohl ihre Oberfläche nur aus hauchzartem Blattgold besteht. Darüber liegt ein transparenter grüner Überzug, dessen Muster durch Schablonen und Kämmen entstand. 1990 wurde diese ungewöhnliche Fassung an den Holzflächen des Raumes rekonstruiert.

Viel Stauraum und im Innern ein Geheimfach.

DER SCHREIBSCHRANK: EIN ZEICHEN VON BILDUNG

Mit einem Schreibschrank demonstrierte der Hausherr seine Bildung, denn die Kultur des Schreibens zählte dazu. Korrespondenz und das Tagebuchschreiben erledigte man am Schreibschrank. Im Fürstenzimmer steht ein solcher Schrank, auch Tabernakelschrank genannt, mit einem kommodenartigen Unterteil aus dem Jahr 1769. Der herausgeklappte Deckel des Schreibfaches dient als Schreibfläche. Der Aufsatzkasten mit seiner Kastentür und den seitlichen Schubfächern bietet viel Stauraum und im Innern ein Geheimfach.

Mit vergoldeten Ornamenten verziert.

FÜRSTLICHER FAYENCEOFEN

Mit seinen vergoldeten Ornamenten ist dieser Ofen sicher der schönste im ganzen Schloss. Er stammt aus der Zeit um 1760 und ist mit Kacheln in Fayencetechnik, eine Tonkeramik mit Glasur, ausgestattet. Von der Konstruktion her aber gleicht er als sogenannter „Hinterlader“ allen anderen Öfen im Wohnbereich der Grafen: Sie wurden vom Flur aus beheizt. Sie bewahrten die kostbaren Räume vor Ruß und Rauch und die vornehme Herrschaft vor dem Anblick ihrer Diener.

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