Nach umfangreicher Restaurierung seit 1954 stehen die fürstlichen Räume den Besucherinnen und Besuchern im Schlossmuseum offen: sie finden hier auch originale Ausstattungsstücke. Neben den Appartements des Grafen und der Gräfin, sind auch der Bacchussaal mit Holländischem Kabinett, das Grüne und das Weiße Zimmer sowie das Fürstenzimmer mit dem Vagantenkabinett und die Kapelle geöffnet.
Das Neue Schloss wurde in seiner Innenausstattung nie vollendet, der Wiederaufbau endete mit der Ausgestaltung des ersten Geschosses. In zwei Generationen hatten die Montforts einen prächtigen Bau geschaffen, der es mit den Schlössern der herrschenden verwandten Familien aufnehmen konnte. Die ungeheuren Schulden erzwangen 1779 die Abtretung der Grafschaft an Österreich. Mit Graf Anton IV. starb die Familie 1787 aus.
In napoleonischer Zeit gehörte die Grafschaft Montfort für kurze Zeit zu Bayern, dann zu Württemberg. Über zweihundert Jahre lang wurde das Neue Schloss als staatlicher bzw. städtischer Behördensitz genutzt, bevor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der Restaurierung begonnen wurde.