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 Schloss Tettnang

 

 


Im Oberschwäbischen, nahe dem Bodensee, liegt die einstige Residenz der Grafen von Montfort. Wie vielerorts legte auch hier ein gesteigertes barockes Repräsentationsbedürfnis den Grundstein für den imposanten Neubau, den Graf Anton III. ab 1712 errichten ließ. Es entstand eine noch in der Tradition der Renaissance stehende Vierflügelanlage mit diagonal gestellten rechteckigen Ecktürmen, die sich jedoch in Wandaufrissen, Dachformen und Innenausstattung bis hin zur Lebhaftigkeit des süddeutschen Spätbarock steigert. Der aufwendige Schlossbau stürzte den Grafen derart in Schulden, dass er 1728 die Bauarbeiten einstellen lassen musste. Nachdem das Schloss 1753 vollständig ausgebrannt war, begann Graf Franz Xaver mit dem Wiederaufbau, wozu er herausragende Dekorationskünstler der Region, wie J. A. Feuchtmayer, heranzog. Diese qualitätvolle, prächtige Innenausstattung mit ihren reizvollen Dekorationen begründet bis heute die besondere künstlerische Bedeutung des Neuen Schlosses. Wieder verhinderte die immer prekärer werdende Finanzlage des Grafen die Vollendung des Baus – nach der verschwenderischen Ausstattung der Belétage bis zum Jahre 1770, war an eine Fortsetzung der Arbeiten nicht mehr zu denken.

Parkmöglichkeiten: Parkhaus und andere öffentliche Parkplätze

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook